Überblick
EOS ist kein vollständiges Verzeichnis aller Open-Source-Projekte. Um in das EOS-Directory aufgenommen zu werden, muss eine Software für den Unternehmenseinsatz geeignet sein. Nur Projekte und Produkte, die die EOS-Kriterien in Bezug auf Funktionalität, Unterstützung aus der Community sowie Reifegrad entsprechen, werden gelistet.
Das EOS-Verzeichnis nimmt keine Software auf, die nicht mindestens die Ein-Stern-Bewertung
hat.
Der überwiegende Teil der mehr als 140.000 Open-Source-Projekte und -Produkte schafft es aus diesen Gründen nicht ins EOS-Directory. Das bedeutet jedoch nicht, dass die betreffende Software nicht für bestimmte Situationen geeignet ist. Natürlich gibt es im Open-Source-Ökosystem viel mehr gute und unternehmenstaugliche Produkte und Plattformen als die , die hier gelistet sind. Es betrifft hier eine selektive Auswahl, die helfen soll, IT-Entscheidungen zu treffen.
Die einzelnen Bewertungen sollen als Indiz und nicht als absolutes Entscheidungskriterium gesehen werden. In vielen Fällen kann ein Open-Source-Projekt mit kleinem Funktionsumfang passender sein als eine komplexeres, das mehr Funktionalitäten abdeckt, als für den Zweck notwendig. In anderen Situationen mag sich ein einfacheres Werkzeug leichter integrieren lassen als ein umfassendes, das auf unterschiedlicher Technologie basiert.
Experten-Bewertung
Der Indikator "Experten-Bewertung" berücksichtigt neben der praktischen Erfahrung von Fachleuten verschiedene Aspekte. Dazu gehören zum Beispiel die Fragen, wie leicht eine bestimmte Technologie in typische IT-Umgebungen integriert werden kann, wie aktiv die Community ist oder in welchem Maße das Produkt auf offene Standards setzt. Das EOS-Verzeichnis nimmt keine Projekte und Produkte auf, die nicht mindestens die Ein-Stern-Bewertung haben.
Die Experten-Bewertung gibt an, in wie weit eine Software für den Unternehmenseinsatz geeignet ist. Wir freuen uns, wenn Sie als IT-Entscheider oder -Anwender uns mit der Benutzer-Bewertung auf der jeweiligen Projektseite Ihre Meinung mitteilen.
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Produkt/Projekt ist gleichwertig mit den besten kommerziellen und weit verbreiteten Produkten in seiner Kategorie, oder sogar besser. Es hat sich als nicht zu übersehender Standard etabliert. | Produkt/Projekt ist ausgereift, erfüllt die wichtigsten Anforderungen und es ist guter Support erhältlich. Die Software ist für den Unternehmenseinsatz geeignet und bietet eine Lösung für häufig anzutreffende Anforderungen oder Probleme im IT-Bereich. |
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Das richtige Tool für viele Situationen, weitere Nachforschungen erforderlich, kann noch nicht mit den Besten seiner Klasse mithalten. Schwachstellen können im technischen Bereich liegen oder durch fehlende Funktionalität oder fehlenden Support bedingt sein. Ein Proof of Concept wird empfohlen. | (Noch) nicht für den Einsatz im Unternehmenskontext empfohlen, höchstens als frühe Machbarkeitsstudie ("Proof of Concept") oder für den Betrieb in kontrollierten Situationen oder sogenannten Sandboxes. |
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Nicht für den Unternehmenseinsatz empfohlen, weitere Nachforschungen voraussichtlich nicht lohnenswert. |
Funktionalität
Die Funktionalität des Projekts oder Produkts wird mit dem verglichen, was in der Regel benötigt wird. In den meisten Fällen bedeutet das ein Vergleich mit dem, was kommerzielle Produkte zu bieten haben.
| Hervorragend – Die in mittelständischen oder großen Unternehmen typisch benötigten Funktionalitäten werden abgedeckt. |
| Gut – Die meisten funktionalen Anforderungen werden erfüllt, kleine Lücken bleiben. |
| Befriedigend – Nicht alle Standardanforderungen werden erfüllt, trotzdem in vielen Situationen durchaus brauchbar. |
| Mangelhaft – Lückenhafte Funktionalität, eventuell eine gute Basis für Weiterentwicklungen. |
| Ungenügend – Für Unternehmenskunden nicht geeignet, erhebliche Defizite. |
Community
Damit ein Open-Source-Projekt auch auf lange Sicht Erfolg hat, sollte es über eine aktive und gut unterstützte Community verfügen. Bei kommerziellen Open-Source-Produkten ist dies oft (nur) die entsprechende Entwicklungsabteilung der Firma hinter der Software. In diesen Fällen spielen Beiträge von außerhalb oft eine weniger wichtige und einflussreiche Rolle. Das kann als Risikofaktor angesehen werden, vor allem dann, wenn die Entwicklerfirma klein ist oder über ein eingeschränktes Budget verfügt.
| Hervorragend – eine lebendige, sehr aktive und große Community, beträchtliche Anzahl aktiv mitwirkender Mitglieder. |
| Gut – eine große, sichtbare Community mit hohem Aktivitätsniveau in wichtigen Bereichen wie Strategie/Anforderungen, Entwicklung, Software-Tests und Fehlersuche. |
| Befriedigend – Sichtbare Aktivität sowohl in der Entwicklung als auch beim Aufspüren und Beheben von Fehlern. |
| Mangelhaft – eine kleine Community oder ein niedriges Aktivitätsniveau. |
| Ungenügend – Community nicht aktiv oder nicht existent. |
Reifegrad
Damit ein Software-Produkt in den Produktiveinsatz gehen kann, muss es stabil und fehlerfrei laufen. Der Reifegrad misst die Qualität und die Robustheit eines Software-Produkts.
| Sehr ausgereift – eine Lösung hoher Qualität, robust, stabil, entspricht hohen Leistungsansprüchen. |
| Gut – Möglicherweise einige kleinere Schwachstellen in der Stabilität oder Leistung, die in den meisten Fällen kein wirkliches Problem darstellen dürften. |
| Befriedigend – Entspricht nicht allen Erwartungen für den Unternehmenseinsatz, Schwachstellen vor allem bei hoher Belastung/hohem Zugriff. |
| Mangelhaft – Für den typischen Unternehmenseinsatz nicht empfehlenswert, trotzdem in bestimmten Situationen eventuell die richtige Lösung. |
| Ungenügend – Lediglich zu Test- und Demozwecken geeignet. |
Trend
Open-Source-Projekte und -Produkte entwickeln sich schnell und dynamisch. Darum sollte man im Auge behalten, ob ein Projekt ständig besser wird, weil das Projektteam Fortschritte macht, oder ob die Entwicklung stagniert oder die Qualität und Funktionsvielfalt hinter die Konkurrenz zurückfällt. Der Trend-Indikator zeigt die zu erwartende Tendenz.
| Lösung/Komponente wächst beständig, Bedeutung nimmt zu. |
| Lösung/Komponente bleibt stabil oder wächst normal. |
| Lösung/Komponente stagniert und bleibt hinter der Konkurrenz zurück. |
